Respekt oder Geld

Die Diagnose ist eindeutig: Frauen* werden in unserer Gesellschaft immer noch benachteiligt. Sie verdienen etwa ein Viertel weniger als Männer und sind stärker von Armut betroffen. Die „typische“ Arbeit von Frauen* (wie Kindererziehung, Hausarbeit und Pflegetätigkeiten) wird zum einen als selbstverständlich erachtet, zum anderen aber kaum ihrer Bedeutung entsprechend wertgeschätzt. Hinzu kommt die Herabsetzung als Objekt durch sexistische Werbung und Fernsehshows. Aber was ist nun das richtige Gegenmitel? Geht es um materielle Verteilungsgerechtigkeit, also Geld? Oder geht es um identitätspolitische Anerkennungsgerechtigkeit, also Respekt? Und worin liegt das Dilemma, wenn wir beides zugleich fordern?
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