Behinderung und Geschlecht

Während „Geschlecht“ bereits längere Zeit als soziales Konstrukt diskutiert wird, ist
eine ähnliche Perspektive auf „Behinderung“ noch relativ neu: Vertreter_innen
der Disability Studies sehen „Behinderung“ und das (häufig unsichtbare)
vermeintliche Gegenteil „Nichtbehinderung“ als Konstrukte und „Nicht/Behinderung“ somit als eine soziale Kategorie, die – ebenso wie „Geschlecht“ – der Hierarchisierung der Gesellschaft dient und deren aktuelle Inhalte das Ergebnis eines historischen Prozesses sind.

Ausgehend von dieser Perspektive soll es im Rahmen des Vortrags um Parallelen,
Überschneidungen und Unterschiede zwischen den Kategorien „Nicht/Behinderung“
und „Geschlecht“ gehen. Neben Einblicken in Debatten, die dazu in den
Disability Studies und in den Gender Studies ablaufen, wird das Thema auch in
Bezug auf mediale Repräsentationen diskutiert.

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