Kapitalismuskritik aus queerfeministischer Perspektive – Hegemonie, Identität und Emanzipation

Kapitalismus, Rassismus und Sexismus sind – wie alle Herrschaftsverhältnisse – über unsere Identitäten miteinander verwoben. Feministische und antirassistische Erkenntnisse der letzten Jahrzehnte zeigen auf, dass Identitätskategorien wie sex oder race konstruiert sind.

Friederike Habermann, Politologin, Ökonomin und Historikerin verknüpft marxistische Erkenntnisse mit Anreizen aus poststrukturalistischer Theorie und analysiert so am Schnittpunkt von Ökonomie – Subjekt – Gesellschaft die komplexen Zusammenhänge des kapitalistischen Systems. Sie untersucht wie der homo oeconomicus als Fundament der heutigen Wirtschaftstheorie nicht nur das Stereotyp des weißen, männlichen Bürgers abbildet, sondern wie dieser und alle anderen sich in der Moderne herausbildenden Identitäten, in Relation zu ihm – und damit zueinander – entstanden.

Welche Voraussetzungen müsste ein anderes Wirtschaften erfüllen, damit jeder Mensch sich unabhängig von Identitätszwängen entwickeln kann?

Da wir uns immer nur als Teil des gesellschaftlichen Kontextes verändern können, müssen wir auch diesen queeren“. In ihrem Vortrag beleuchtet Habermann ihre Überlegungen für emanzipatorische Politik. Danach ist Raum für Diskussion.

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