Geschichte der Lady*feste

Es begann mit…

Das erste Lady*fest fand im Jahr 2000 in Olympia, USA statt. Daraus entwickelte sich ein weltweites loses Netzwerk, das unzählige weitere Lady*feste organisierte. Als Vorbild dient dabei unter anderem die riot grrls-Bewegung.

Wie…

Durch die Verwendung und Aneignung des Begriffes Lady* verändern wir das Alltagsverständnis von Lady –  weg vom bürgerlich-konservativen, vornehm, zurückhaltenden und angepassten Verhalten, hin zu selbstbestimmten und selbstwussten, lauten und auffälligen Ladiez.

Durch unser neues Konzept von Lady* erfährt der Begriff eine Bedeutungsverschiebung, welche die alten Rollenmuster aufbricht. Durch die Persiflierung der Figur der Lady als Symbol und Sinnbild hegemonialer Geschlechterordnung wird das System der heterosexuellen Zweigeschlechtlichkeit aufgezeigt und ins Wanken gebracht.

Weil…

Lady*feste sollen eine schlagkräftige Gegenkultur zum männlich dominierten Kultur- und Kunstbetrieb schaffen. Es wird die Möglichkeit geboten, ein männlich codiertes kulturelles Feld, wie etwa die Musikszene zu besetzen. Und die Frage nach Geschlechterhierarchien innerhalb der Musikkultur aufzuwerfen.

Theoretischer Background…

Ein wichtiger theoretischer Bezugspunkt ist für uns der Feminismus und die konstruktivistische Geschlechtertheorie. In diesem Sinne verstehen wir Lady*feste als ein Handlungskonzept, das mit kulturellen Inszenierungen und politischen Aktionen eine Gegenkultur zur männlichen Hegemonie schafft und die angebliche Natürlichkeit der Zweigeschlechtlichkeit auf der Seite der Konstruktion von Weiblichkeit angreift. Ziel ist es, die vermeintliche Normalität des heteronormativen Geschlechterverhältnisses in Frage zu stellen, die binäre Zweigeschlechtlichkeit zu kritisieren und vielfältige Lebensentwürfe zu ermöglichen.

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…und es geht weiter in Heidelberg!

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